2.000 Jahre alter Münzschatz wird freigelegt
Im Museum auf Jersey werden 70.000 keltische Münzen konserviert
Kurios ist die Geschichte um die Entdeckung eines keltischen Münzfundes, der in dieser Größe weltweit einmalig ist. 2012 fanden die beiden Hobby-Schatz-sucher Reg Mead und Richard Miles auf einem Acker auf Jersey nach 30 Jahren gezielter Suche mit Metalldetektoren einen riesengroßen Erdklumpen, der schätzungsweise aus 70.000 Münzen aus der Zeit um 50 v.Chr. besteht.
Historiker nehmen an, dass Kelten auf der Flucht vor den römischen Truppen unter Julius Cäsar den Schatz in einer Nacht vergruben, wie Fußabdrücke auf der Oberfläche vermuten lassen.
In mühevoller und sorgfältiger Feinarbeit werden die Münzen nun einzeln frei-gelegt. Sieben Minuten etwa dauert es, eine Münze frei zu legen, zu säubern und zu konservieren; und das gesamte Vorhaben wird drei Jahre in Anspruch nehmen.
Der große, fast eine Tonne schwere Block aus Erde und Ton, von dem vorher eine Replik angefertigt wurde, gibt neben Münzen auch immer neue interes-sante Fundstücke aus der Vorzeit frei, wie beispielsweise eine massive Goldkette oder Schmuckstücke, die den Wissenschaftlern neue Erkenntnisse über die Zeit geben können. Zuletzt wurde im Dezember ein Halsring aus massivem Gold entdeckt der nun freigelegt wird.
Die Ausstellung wird in den kommenden Monaten vom Jersey Museum in das Museum von La Hougue Bie, einem der ältesten Ganggräber Europas, über-führt. Dort wird dann eine Ausstellung die bereits freigelegten Stücke zeigen und Wissenswertes um den Fund und die Geschichte der Kelten in der Region geben.
Ausführliche und aktuelle Informationen außerdem unter: www.jerseyheritage.org/treasure-island




