Waliser Klimawoche vom 2.-6. November 2020

In dieser Woche veranstaltet die walisische Regierung mit der „Wales Climate Week“ erstmals eine virtuelle Klimawoche mit dem Ziel, ihr neues Klimaschutzprogramm in Hinblick auf die 26. UN-Klimakonferenz (COP26) im November 2021 voranzubringen.

Wales ist ein kleines Land mit großen Umwelt- und Klimaschutz-Ambitionen. So hat sich die walisische Regierung unter anderem eine „Netto-Null-Emission“ der Treibhausgase bis zum Jahr 2030 im öffentlichen Sektor als ehrgeiziges Ziel gesetzt. Und bis zum Jahr 2050 soll das Programm „Zero Waste“ für ein abfallfreies Wales umgesetzt werden, bei dem der gesamte produzierte Abfall wiederverwendet oder recycelt wird.

„What Wales is doing today, the world is doing tomorrow“, kommentierte erst kürzlich ein Mitarbeiter der UN das Engagement von Wales in Sachen Umwelt- und Klimaschutz.

Während der ersten Waliser Klimawoche wird es eine Reihe von kostenlosen digitalen Live-Übertragungen und interaktiven Veranstaltungen mit nationalen und internationalen politischen Entscheidungsträgern geben, unter anderem auch mit Frau Tina Völker, Referatsleiterin des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie in Nordrhein-Westfalen. Jeder, der sich für den Klimaschutz begeistert, kann an Gesprächen mit Gründern und Visionären – auch im Kontext der globalen Pandemie – teilnehmen und sich einbringen. 

Sophie Howe, Future Generations Commissioner for Wales, wird Einblicke in das einzigartige „Well-being of Future Generations Act“ (Gesetz zum Wohlergehen künftiger Generationen) im Zusammenhang mit dem Klimawandel geben. Denn kein anderes Land als Wales hat bisher ein solches Gesetz in seinen Statuten festgeschrieben. Dabei wird es auch um die Umstellung auf ein intelligentes und kohlenstoffarmes Energiesystem bei gleichzeitigem Aufbau einer widerstandsfähigen Wirtschaft nach der COVID-19-Pandemie gehen, darum wie natürliche Ressourcen uns helfen können, die Emissionen zu reduzieren und gleichzeitig durch naturbasierte Lösungen die Artenvielfalt zu erhöhen und für saubere Luft, Wasser und Nahrung zu sorgen. Außerdem wird darin behandelt, wie wir uns vor den Auswirkungen eines sich ändernden Klimas schützen können.

„Seit dem Ausbruch der Pandemie haben wir immer wieder gesagt, dass unser Umgang mit COVID-19 dazu führen würde, dass wir unseren Verpflichtungen im Rahmen des Klimanotstands näherkommen, statt diesen entgegenzuwirken – beide sind miteinander verwoben und wir möchten sicherstellen, dass sie sich ergänzen. Die Klimawoche in Wales ist für uns eine einmalige Gelegenheit der Welt zu zeigen, wie wir auf COVID-19 und auf den Klimanotstand in einer ökologisch nachhaltigen Weise reagieren – sei es durch die Unterstützung unserer Gemeinden und Unternehmen bei der Umstellung auf CO2-neutrale und erneuerbare Energien, durch die Verbesserung der Luft- und Wasserqualität und wie wir dem Verlust der Biodiversität entgegenwirken“, sagte Lesley Griffiths, Ministerin für Umwelt, Energie und Landwirtschaft der walisischen Regierung.

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