Eindrucksvolle Wahrzeichen an Englands Küste

Leuchttürme faszinieren. Sie sind romantisch schön, symbolisieren Weite und Freiheit, sind Landmarken für Schiffe, geben Orientierung und weisen den Weg. Wer sich aus der aktuellen Situation schon einmal „wegträumen“ möchte, wird an Englands Küste leicht fündig.

„Weit über 60 Leuchttürme reihen sich, einer Perlenschnur gleich, entlang der reizvollen und abwechslungsreichen Küste, viele von ihnen sind der Öffentlichkeit zugänglich“, sagt Samantha Richardson, Direktorin der National Coastal Tourism Academy, die das Projekt „England’s Coast“ leitet. „Die Türme stehen meist abseits üblicher Touristenpfade, eignen sich wunderbar als Fotomotive oder für Wanderungen von Turm zu Turm und in einigen kann man sogar übernachten – weit weg vom Alltag und inmitten traumhaft einsamer Küstenlandstriche. Sobald die Einschränkungen es zulassen, machen sie eine Reise an die Küste zu einem magischen Besuch“, so Richardson. England’s Coast ist ein Zusammenschluss aller acht englischen Küstenregionen, die mit dem Projekt ihre Kultur, sagenreiche Geschichte und malerischen Küstenlandschaften vermarkten.

Auf Flamborough Head, einer Halbinsel zwischen den malerischen Buchten Filey und Bridlington in der Grafschaft Yorkshire, stehen gleich zwei Leuchttürme in unmittelbarer Nachbarschaft. Der unter Denkmalschutz stehende Kreideturm aus dem Jahr 1669 ist einer der ältesten, vollständig erhaltenen Leuchttürme Englands. Der zweite Turm wurde 1806 direkt oberhalb der unter Naturschutz stehenden Klippen erbaut, an denen über 200.000 Seevögel, darunter Basstölpel und Papageientaucher, nisten.

Der älteste Leuchtturm des Landes und einer der ältesten der Welt steht auf dem Gelände von Dover Castle. Er wurde um das Jahr 43 n. Chr. von den Römern erbaut, als Navigationshilfe zur Überquerung des Ärmelkanals. Die gut erhaltene Ruine bietet mit der direkt daneben stehenden kleinen Kirche St. Mary-in-Castro aus dem Jahr 1020 n. Chr. ein schönes Fotomotiv.

Östlich von Dover thront das South Foreland Lighthouse bei St Margaret’s at Cliffe hoch über den berühmten „White Cliffs of Dover“. Der viktorianische Turm warnt vor den gefährlichen Sandbänken Goodwin Sands, die schon in William Shakespeares Theaterstück „Der Kaufmann von Venedig“ Erwähnung fanden und die über 2.000 Schiffen zum tragischen Verhängnis wurden. Von Mrs Knott’s Teestube aus, eingerichtet im Stil der 1950er Jahre und benannt nach der Frau des einstigen Leuchtturmwärters, hat man bei köstlichem Cream Tea einen sagenhaften Blick auf die meistbefahrene Schifffahrtsstraße der Welt.

In East Sussex stand der Belle Tout Leuchtturm (1832), mit Blick auf den Ärmelkanal, nicht immer an der heutigen Stelle. Im Jahr 1999 wurde er um ganze 17 m nach Norden versetzt, um zu verhindern, dass er durch die Erosion der Kreidefelsen ins Meer stürzt. Da das Belle Tout Feuer bei niedrigen Wolken schlecht zu sehen war, wurde 1902 ein neuer Turm direkt ins Meer vor die 162 Meter steile Kreidefelsenwand gebaut. Der gut sichtbare rot-weiß-gestreifte Beachy Head Leuchtturm an so exponierter Stelle dient gern als Filmkulisse oder für Werbefotos. Die Position ist historisch interessant und man munkelt, dass es hier spukt.

Ein besonderes hübsches Fleckchen sind die High Cliffs an der Küste von North Yorkshire. Kapitän James Cook ging bei einem Reeder in Whitby in die Lehre und startete von dort aus zu seiner ersten Entdeckungsreise (1768-1771). Direkt am Whitby Lighthouse kann man im modern und komfortabel eingerichteten Vanguard Ferienhaus hoch über der Küste nächtigen, ideal für ausgedehnte Wandertouren im Nationalpark North York Moors.

Der wohl bekannteste Leuchtturm ist das Eddystone Lighthouse vor Plymouth an der Küste von Devon. An dieser Stelle gibt es bereits seit dem Jahr 1698 ein Leuchtfeuer. Ein Vorläufer des heutigen vierten Turms wird im Roman Moby Dick erwähnt. 

Nähere Informationen zu England’s Coast und den Leuchttürmen unter:
www.englandscoast.com/de
www.englandscoast.com/de/blog/visit-a-bygone-era-with-landmark-lighthouses-on-englands-coast
www.trinityhouse.co.uk/lighthouses-and-lightvessels

England’s Coast rät, sich an die aktuellen lokalen Reisebeschränkungen und die Einstufung der einzelnen Regionen zu halten, die auf folgender Website zu finden sind: https://www.gov.uk/guidance/full-list-of-local-restriction-tiers-by-area

Anmerkungen für die Presse: 
England’s Coast ist ein Projekt der National Coastal Tourism Academy sowie der Partner: Yorkshire, Visit Scarborough, North York Moors National Park Authority, Visit East Yorkshire, Visit Lancashire, Visit Cumbria, This is Durham, Visit Northumberland, Visit Essex, Visit Thanet, Dover/White Cliffs Country, Creative Coast Kent, Visit Brighton, Experience West Sussex, Visit Portsmouth, Discover Gosport, Visit Isle of Wight, Coast with the Most – Bournemouth/Christchurch/Poole, Somerset and Exmoor National Park – The Hinkley Tourism Action Partnership, P&O Ferries, Hornblower City Cruises Poole.

Discover England Fund:
Im November 2015 verabschiedete die britische Regierung den „Discover England Fund“ in Höhe von £40 Millionen; eine beispiellose Unterstützung, um den Tourismus in England anzukurbeln. Der Tourismus ist einer der wichtigsten Industriezweige Englands – er trägt mit jährlichen Einnahmen von £106 Milliarden und 2,6 Millionen Arbeitsplätzen maßgeblich zur wirtschaftlichen Entwicklung des Landes bei. Mithilfe des Fonds sollen buchbare Tourismusprojekte initiiert und unterstützt werden und somit ein Wachstum der Tourismusindustrie erreicht werden. Bereits in den ersten Jahren 2016-2019 wurde eine ganze Reihe von Pilotprojekten auf den Weg gebracht. Zur Weiterführung etablierter Projekte wurde der Zeitraum für die Umsetzung von Großprojekten 2019/20 verlängert und die britische Finanzbehörde hat nunmehr im fünften Jahr dieser Initiative weitere finanzielle Mittel u.a. für Marketing- und Vertriebsmaßnahmen, Evaluierung und Studien unter der Leitung von VisitBritain/VisitEngland bereitgestellt.